REVIEW: Assassin’s Creed 3 Liberation im Test – Die Reise geht nach New Orleans

Beim kleinen Bruder von Assassins Creed 3 verschlägt es die Spieler in ein komplett neues Abenteuer. Der bekannte Serienhit aus dem Hause Ubisoft feiert nun sein Debüt auf Sony’s PlayStation Vita. Hiermit möchte der Publisher mit seinem Action-Adventure-Titel einen neuen Weg einschlagen, sodass ihr auch unterwegs die Klinge schwingen könnt. Ob der PlayStation Vita-Titel mit seiner neuen Geschichte und seinen speziellen Inhalten positiv überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserem ausführlichen “Assassins Creed 3: Liberation Test”.

Einzelspieler und Multiplayer:

Bei der Assassin’s Creed-Reihe haben sich die Hauptcharaktere nun schon öfters in verschiedenen Städte aufgehalten. Die Reise ging bisher bis nach Nordamerika. Aber der neue Handheld-Ableger spielt sich diesmal in der amerikanischen Stadt New Orleans, welche wir im Jahre 1765 besuchen dürfen. Nicht nur der Aufenthaltsort, sondern auch der Hauptcharakter hat sich geändert. Nach Connor aus „Assassin’s Creed 3“ spielt man nun die exklusiv für die PlayStation Vita bereitgestellte Meister-Assassinin Aveline de Grandpre. Den Hauptcharakter Desmond Miles, bekannt aus allen Assassins Creed Teilen, bekommt man aber bei der PlayStation Vita-Fassung nicht zu Gesicht. Trotzdem wird man mit einer tollen Geschichte mit den Templern der Abstergo Industries. Die Assassinine Aveline de Grandpre ist bei „Assassins Creed 3 Liberation“ die Tochter eines reichen Kaufmanns, welcher aus Frankreich stammt. Man Steuert Aveline zum Beginn des Spiels als kleines Mädchen an der Hand ihrer Mutter. Nach wenigen Schritten über einen Straßen-Markt sieht man wie ein Huhn wild umherhüpft und weckt hiermit die Neugier des Mädchens. Man muss nun versuchen das Huhn zu schnappen. Kurz bevor man es in seinen Händen halten kann, kommt eine Wache angestürmt und tritt das Huhn aus dem Bild. Die Wachen rufen „schnappt das Mädchen“ und es beginnt die Flucht. Nach ein paar Metern schubst uns einer der Wachen auf den Boden und wir wachen als Erwachsene Aveline auf und erfährt dadurch, dass man ihre schlechte Kindheit durch den unruhigen Schlaf Stück für Stück übermittelt bekommt. Kurz darauf bekommt man mit, dass die Mutter Jeanne die Familie im Jahre 1757 aus einem mysteriösen Grund verlassen hat und das kleine Mädchen Aveline wie ihre Mutter aus der Sklaverei freigelassen wurde und sie von der Bruderschaft der Assassinen aufgenommen wurde. In dieser Gesellschaft wird sie von dem Mentor Agate auf verschiedene Fähigkeiten ausgebildet, um sich vielen noch unbekannter Herausforderungen stellen zu können.

Als das Mädchen nun zu einer erwachsenen Dame herangewachsen ist, macht man sich mit ihr auf den Weg um ihre Mutter zu finden, Konflikte zwischen den Spaniern und den Franzosen zu lösen und die Sklaven aus der Gefangenschaft von New Orleans zu befreien. Ein bisschen verwirrend, da man in manchen Situationen nicht versteht, für was man überhaupt einige Aufgaben löst. Ein kleines Beispiel: Zum Beginn des Spiels wird man auf eine Reise nach Mexiko geschickt, um dort in einer Sklavenkolonie ein legendäres Artefakt zu bergen. Doch für was ist dieses Artefakt geeignet und wo können wir ihn einsetzen?

Nach einigen Stunden Spielzeit erfährt man leider auch etwas zu schnell, wer den Bösewicht in diesem Abenteuer spielt. Dennoch ist die Geschichte toll zu spielen, da es viele verschiedene Orte, Charaktere und Accessoires zu entdecken gibt. Viele Gründe, warum der Titel auch eine Menge Spaß bereitet. Toll ist auch, dass man immer wieder in verschiedene Missionen geworfen wird, in welchen man bekannte Charaktere wie den Protagonisten Connor aus Assassins Creed 3 trifft und dadurch recht viel Abwechslung in diesem Spiel von dem Entwicklerstudio von Ubisoft Sofia geboten bekommt.

Der Mehrspieler-Modus von Liberation ist irgendwie komisch. Anstatt sich mit seinem Krieger wie gewohnt in Kämpfe oder Online-Missionen stürzen zu können, wird man hier mit einer Simulation überrascht. Man wählt unter anderem einen Punkt auf der Karte aus, an welchem ihr eure Basis aufschlagen wollt. Weiterhin sucht man sich dann ein Ziel aus, dass man angreifen möchte. Bei den Kämpfen hat man leider keinen großen Einfluss auf das Kampfgeschehen, da die per Zufall ausgetragen werden. Komischerweise sind  auch die Truppen nach einem Angriff für eine kurze Zeit unbrauchbar. Abgerundet mit verteilten Power-Ups auf dem Feld kämpft man hier in einer Art Browsergame zwischen Assassinen und Templern um den Sieg. Nach einer Woche gilt auch der Online-Kampf als beendet. Denn nach sieben Tagen enden die Kämpfe zwischen den beiden Fraktionen. Für zwischendurch mal ganz in Ordnung, aber der Hauptbestandteil des Spiels ist und bleib die Story, welche einfach den Spieler mehr fesselt und begeistert.

Gameplay:

„Assassin’s Creed 3: Liberation“ muss schon an dieser Stelle gelobt werden, da es sich fast genauso wie der PlayStation 3 Titel Assassins Creed 3 spielen lässt. Hierbei hat man nur kleine Veränderungen an dem Gameplay vorgenommen. Man kann sich unter anderem genauso gut bewegen wie der Protagonist von Assassins Creed 3. Aveline kann natürlich nicht in die Fußstapfen eines Ezio oder Connor treten, aber man merkt schnell, dass sie sich trotzdem in dem schönen New Orleans und seinen Umgebungen wie den Sümpfen und den Höhlen wunderbar einfügen kann. Zur Geltung machen dies die vielen abwechslungsreichen Missionen, die euch viele verschiedene Aktionen durchleben lassen. Dazu gehören ruhige Missionen wie das Pilzesammeln für kranke Leute oder die Befreiung bestimmter Sklaven, welche schon actionreicher bei dem Spieler ankommen. Neben den schon haufenweise enthaltenen Hauptmissionen hat das Entwicklerteam von Ubisoft auch noch viele Nebenmissionen eingebaut, die den Spieler in unterschiedliche Gebiete schickt, um verschiedene Aussichtspunkte zu finden, den gefangengenommenen Sklaven zu helfen oder verschiedene Gegner auszuschalten.

Sehr toll ist auch, dass man mit der Protagonistin Aveline in drei verschiedene Anzüge schlüpfen kann, die es der Dame ermöglicht, verschiedene Waffen zu tragen. Unter anderem wird man mit dem einem Anzug nicht klettern können, keine Waffen tragen, aber kann wiederum die Männer scharfmachen. Ein anderer bietet euch die Möglichkeit Kisten zu heben und unter das Sklaven-Volk zu mischen. Der Assassin-Anzug bietet euch keine Einschränkungen beim Klettern und bei der Waffen-Haltung, anderseits verleiht er euch mehr Aufmerksamkeit der Wachen.

Es wird einem nach einer Tötung gar nicht so leicht gemacht, die Aufmerksamkeit der Wachen zu senken. Hierbei muss man nämlich spezielle Zeugen suchen und niederstrecken, sodass ihr nicht mehr verfolgt werdet. Aber auch hier bietet sich die Möglichkeit an, mit den verschiedenen Anzügen zu arbeiten, denn mit dem Magd-Anzug kann man sich auch durch das Abreißen von Steckbriefen wieder auf der Straße blicken lassen. Mit dem Assassinen-Anzug geht das Ganze schon etwas einfacher. Hierbei sucht man den dazugehörigen Magistrat auf und schiebt ihm etwas Geld unter dem Tisch rüber und die Sache wäre geregelt. Das Spiel macht aber auch von den exklusiven PlayStation Vita-Funktionen Gebrauch. Man hat unter anderem die Möglichkeit, die Bewohner mit einer Bewegung auf dem rückseitigen Touchscreen zu bestehlen, steuert eine Kugel durch ein Labyrinth oder man übernimmt die Ruder eines Kanus.

Grafik und Sound:

Grafisch sieht der PlayStation Vita Titel „Asssassin’s Creed 3: Liberation“ sehr ansehnlich aus, wobei man die Unterschiede zur PlayStation 3-Version schon deutlich sieht, auch wenn Ubisoft hier dieselbe Grafik-Engine benutzt hat. Unscharfe Gegenstände, Häuser oder Umgebungen findet man zwar nicht, aber der große Bruder wirkt einfach etwas schärfer und fehlerfreier. Der Titel hat nämlich mit enormen Framerateeinbrüchen zu kämpfen. Zwar gewöhnt man sich daran, aber das hätte wirklich nicht sein müssen, da solche Aspekte einem in manchen Fällen den Spielspaß verderben. Direkt zum Beginn fangen diese Einbrüche nämlich schon an und lassen sich auch nicht umgehen. Auf der anderen Seite gibt es wieder Szenen, die einen nur zum Staunen bringen. So stellten wir uns im Spielverlauf auf ein Dach eines Hauses und drehten uns 360 Grad. Hierbei bekommt man eine Optik geboten, die einem die Sprache verschlägt. Ob es die Tages-Sonne oder die Abend-Sonne ist. Hierbei sehen die Strahlen auf Wasser extrem gut aus und beim Untergang der Sonne geht der Schatten bei jeder Bewegung mit.

Soundtechnisch braucht sich der Titel auch nicht verstecken. Denn die Stimmen hat man wirklich hervorragend synchronisiert und die Laute der Umgebung oder bei den Kämpfen wurden gut in Szene gesetzt. Untermalt hat man die Ereignisse mit einer feinen Musik, welche das Ganze zu einem guten Gesamtpaket abrundet.

Fazit und Bewertung:

Mit “Assassins Creed 3: Liberation” versuchte Ubisoft nun etwas Neues auf der PS Vita und hat hierbei im Großen und Ganzen auch eine gute Arbeit geleistet. Auch wenn die Framerate etwas niedrig ist und es zu einigen Rucklern kommt, bietet der Titel wiederum viel positives im Bereich Gameplay, Story und der Grafik. Assassin’s Creed-Fans kommen wohl nich um den Titel herum, wobei wir auch jedem Neueinsteiger den Titel empfehlen können – Der Kauf lohnt sich.

Assassins Creed 3 Liberation Bewertung

Assassin’s Creed 3: Liberation

von Ubisoft

Preis: EUR 20,99

Release: 2012-10-31

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